HAND SCHLAG – Internationales Kunstprojekt

Edith Polkehn

Bilder und Texte
Österreich / Deggendorf & Plattling, Deutschland
Edith Polkehn
Kurzbiografie

Geboren in Österreich, lebt in Deggendorf und arbeitet in Plattling in einer Ateliergemeinschaft („Atelier 2010“). Sie absolvierte ein Pädagogikstudium mit Schwerpunkt Musische Fächer/Kunsterziehung.

Zusammen mit der Ateliergemeinschaft ist sie Kulturpreisträgerin des Landkreises 2025 im Bereich Bildende Kunst. Zusätzlich pflegt sie eine schriftstellerische Arbeit seit 2010 und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

Mitgliedschaften
  • Kunstverein Deggendorf
  • Kunst- und Gewerbeverein Regensburg
Öffentlichkeit
  • Ausstellungsbeteiligungen: Deggendorf, Viechtach, Plattling, Regensburg, Ingolstadt, München
  • Einzelausstellungen: Deggendorf und Ingolstadt
  • Verkäufe: In die Schweiz und nach New York/USA
Kontakt
Erziehung - Edith Polkehn
„Erziehung“, Öl auf Leinwand, 100 x 120 cm, 2009
Meine Arbeit

Mich künstlerisch auszudrücken war von jeher ein Bedürfnis, denn ich empfinde meinen Lebensraum dadurch unendlich. Beim Malen tauche ich in ein anderes Universum ein und fühle mich total frei. Ich male also für mein persönliches Wohlbefinden. Doch Kunst braucht auch Öffentlichkeit, Dialog und Kritik. Deshalb beteilige ich mich auch regelmäßig an Ausstellungen. Den gleichen geistigen und psychischen Prozess wie in der Malerei durchlebe ich auch beim Schreiben: Ich kann alles sein, ich kann überall sein. Ich kann in völlig andere Rollen schlüpfen und dann doch wieder in mein eigenes Ich zurückkehren.

Wenn ich male, entsteht das Gemälde nicht vorher geplant und skizziert, sondern stets frei und ohne Vorlage. Mein Gedankenstrom oder mein Empfinden leiten mich. Das Bild entströmt mir und ist ein Teil von mir.

Statement zur Arbeit

Der Titel dieses Bildes ist „Erziehung“.

Ich habe mein ganzes Leben beruflich wie privat immer mit Kindern zu tun gehabt. Meine eigene Schulzeit war unerfreulich und ich erlebte psychische Frustration durch Lehrer wie auch körperliche Bestrafungen durch Lehrkräfte. Meine private Kindheit war dagegen liebevoll, das hielt mich in Balance.

Meistens male ich ungegenständlich, doch beim Malen dieser Szene kam ich ziemlich schnell in eine konkrete Situation. Mein Bild regt zum Nachdenken an. Was empfinden die drei Personen? Wut, Stärke, Macht, Schwäche, Angst, Niederlage, Verzweiflung – man kann wohl alle und noch mehr darin entdecken, aber finden sich auch Glück? Bestärkung? Freude? Zuversicht? Vertrauen? Trotz der eigentlich ziemlich festgelegten Szene, einem Foto gleich, kann man lange in dem Bild verweilen und innere Zustände und Beziehungen erforschen: Was macht menschlichen Umgang mit Kindern aus? Wie sollte man Erziehung gestalten?

Heute würde ich das Bild „Schlaghand“ nennen, die aggressive Kehrseite von „Handschlag“.